Großer Schutz mit kleinen Teilchen

von Gerhard Hacker  0

Nanotechnologie kommt heute in vielen Bereichen zum Einsatz. In der IT-Entwicklung, in der Chemie, in der Medizin, im Maschinenbau und sogar in der Lebensmittelbranche wird mit den kleinen Teilchen geforscht und gearbeitet. Die Vorsilbe Nano verweist dabei auf ihre schier winzige Größe: „nános“ ist Griechisch und bedeutet nichts anderes als „Zwerg“. Ein Nanometer ist ein milliardstel Meter – womit die Dimensionen hinreichend geklärt wären.
In dieser Größenordnung spielen die Oberflächeneigenschaften der Materialien eine größere Rolle als die Volumeneigenschaften, sodass die Nanotechnologie einen ihrer Hauptanwendungsbereiche in der Oberflächenphysik hat. Sie ist Grundlage des sogenannten Lotuseffekts, mit dem die Tatsache bezeichnet wird, dass Wasser auf bestimmten Oberflächen, wie dem Blatt der Lotusblume, abperlt und dabei Schmutzpartikel mitnimmt. Letztere können sich also gar nicht erst festsetzen.

 

SCHUTZSCHICHT UND 
GLANZSCHICHT ZUGLEICH
Für Autolacke – und am Ende auch für Autobesitzer – ist solch eine Nanoversiegelung eine feine Sache. Spezielle Versiegelungsprodukte bilden auf der Lackoberfläche eine schützende, glasharte Schicht aus Nanopartikeln, die bei hochwertigen Produkten auf Fluorcarbon basieren. Werden diese Partikel gleichmäßig und flächendeckend aufgetragen, entsteht nicht nur eine Schutzschicht, sondern gleichzeitig werden selbst allerfeinste, mit dem Auge nicht wahrnehmbare Kratzer ausgeglichen. Die Oberfläche wird ebener und glänzt intensiver. Gleichzeitig schützt die Versiegelung vor Verschmutzungen, da Wasser inklusive Schmutzpartikeln einfach von der Oberfläche abperlt.
Auch bei UV-Strahlung oder aggressivem Vogelkot leistet die Nanoversiegelung gute Dienste, da sie als Puffer zwischen Lackoberfläche und der Belastung von außen dient. Die üblichen Spuren des Alters, wie feine Kratzer oder ausgeblichene Stellen, haben damit kaum noch Chancen, der frische Glanz der „Jugend“ bleibt erhalten.

 

VERSIEGELUNG VON A BIS Z
Prinzipiell lassen sich die allermeisten Oberflächen eines Fahrzeugs mit einer Nanoversiegelung versehen. Lacke, Kunststoffe und Glas eignen sich für eine Beschichtung und selbst die Polster im Innenraum können mit diesem Verfahren bearbeitet werden. Doch nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll. Daher ist eine ausführliche Beratung vom Profi in jedem Fall hilfreich. Und auch ganz grundsätzlich sollte man beim Thema Nanoversiegelung der Arbeit des Profis gegenüber Eigenleistung mit Mitteln aus dem Supermarkt den Vorzug geben. Denn eine wirksame und haltbare Versiegelung erfordert nicht nur eine sehr genaue Grundreinigung, sondern auch Erfahrung und Präzision beim Auftragen. Dazu kommt, dass eine schlecht gemachte Versiegelung auf Glasflächen gerade bei der Windschutzscheibe ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt. Darüber hinaus ist neben der präzisen Verarbeitung auch das Produkt entscheidend für die Qualität des Ergebnisses. Bei einem erfahrenen Profi bekommt man hochwertige Produkte, die optisch wie schutztechnisch überzeugen.

 

UND WAS KOSTET DER SPASS?
Natürlich ist eine solch aufwendige Versiegelung nicht ganz günstig, spart aber insgesamt gesehen eine Menge an Kosten und reduziert den Wertverlust. Der genaue Preis hängt vom Zustand des Autos und dem Umfang der Arbeiten ab, aber mit einer dreistelligen Summe muss man immer rechnen. Dafür spart man viel Zeit und Geld für Autowäschen und Autopflege, denn ein ordentlicher Regenguss nimmt schon so einiges an Verschmutzungen mit.
Sogar bei fabrikneuen Fahrzeugen kann so eine Versiegelung lukrativ sein, denn sie konserviert den Lack, beugt Kratzern vor und reduziert damit den Wertverlust. Je nach Pflege und heimischem Fahrzeugstandort hält eine Nanoversiegelung etwa zwei bis drei Jahre. Mit einem konkreten Angebot lässt sich also schnell nachrechnen, dass die intelligente Schutzschicht fürs Auto durchaus interessant für den Geldbeutel ist.

 

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